11. November 2019 10:05

Kulturförderung – von Anspruchshaltung bis Zangengeburt

von Benno Schubiger

Wieso benötigt Kultur überhaupt Förderung? Kultur entstünde bestimmt auch ohne Förderanreize – aus intrinsischer Motivation Kulturschaffender. Aber derartige Kulturleistungen wären wohl weniger zahlreich, vielleicht auch von geringerer Qualität und Innovation. Und mit Sicherheit wäre die Kulturteilhabe ohne Subventionen, Stiftungsbeiträge, Sponsoring oder Mäzenatentum nur für eine verschwindend kleine Gesellschaftsschicht erschwinglich.
Das komplexe System der Kulturförderung und der heterogene Fördermarkt in der Schweiz machen es für Projektträger allerdings schwierig, ja fast unmöglich, bei der Mittelbeschaffung koordiniert und effizient vorzugehen. Auf der anderen Seite müssen sich Förderer mit zu vielen Gesuchen auseinandersetzen, die nicht mit ihren Richtlinien und Förderzielen übereinstimmen oder nicht die nötige Qualität haben. Entsprechend werden von den diversen Förderstellen alljährlich zehntausende von Unterstützungsgesuchen abgelehnt.
In drei der fünf Grundformen der Kulturfinanzierung (Öffentliche Hand, Sponsoren und Mäzenatentum) sind die Verbesserungschancen gering – hier führen wohl weiterhin nur Kärrnerarbeit und Klinkenputzen zum Erfolg. Zumindest im Stiftungsbereich aber will die Online-Plattform stiftungschweiz.ch nun für mehr Effizienz und Transparenz sorgen.

Kultur ja – aber wieso Kultur-Förderung?

Kultur ist vielfältig …

… Förderung ist es auch

1. Öffentliche Hand

2. Stiftungsbereich

3. Corporate Sponsoring

4. Mäzenatentum

5. Crowdfunding

Was ist gut? Was sollte besser werden?

Limiten beim Verbessern

Literatur-Verweise

Über den Autor Benno Schubiger